Hagen/Fukoshima, 06. April 2011 |
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So grauenvoll die Atom-Katastrophe in Tschernobyl auch war, das totalitäre Regime der damaligen Sowjet-Union schickte "Liquidatoren" in die verstrahlte Todeszone und dämmte den Fallout ein. In Japan kann man nur mit "Freiwilligen" arbeiten und hat entsprechende Probleme mit der Eindämmung, denn wer will schon gerne sterben?. Doch wirklich, "Restrisiko" ist ein ganz reales Risiko, und wenn auch der Eintritt der Katastrophe rechnerisch unwahrscheinlich ist, stirbt man beim Eitritt der Katastrophe unter Umständen ganz jämmerlich an allen Formen radioaktiver Verseuchung. Wann die Emissionen der zerstörten Reaktoren aufhören, kann man nicht ernsthaft voraussagen. Solange werden die Umgebung der Reaktoren und das Meer radioaktiv verseucht. Über kurz oder lang wird die gesamte Welt von dieser Radioaktivität überzogen. In Tschernobyl gab es eine Wolke, also eine zeitlich begrenzte Emission, in Japan haben wir es aber mit einer fortwährenden Verseuchung zu tun, deren Auswirkung die ganze Welt betreffen wird. Jetzt, im Anfang, kann man noch großspurig von der "Verdünnung" der Verseuchung durch das riesige Volumen von Luft und Meer reden, wenn aber die Quelle der Verseuchung nicht kurzfristig versiegt, werden schon bald die ersten Fische ungenießbar werden, denn leider wissen Radionuklide nicht, wie man sich richtig verteilt, damit die rechnerische Unbedenklichkeit erhalten bleibt. Godzilla kann kommen!
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